Zukünftiger European Single Access Point (ESAP) – Richtlinienentwurf der EU Kommission

Zukünftiger European Single Access Point (ESAP) – Richtlinienentwurf der EU Kommission

In der vergangenen Woche, am 25.11.2021, hat die EU Kommission ein umfassendes Massnahmenpaket verabschiedet mit dem Ziel die Transparenz von Firmen- und Handelsdaten zu verbessern. Ein Bestandteil dieses Maßnahmenpaketes sind die nun vorliegenden Richtlinienentwürfe zum European Single Access Point (ESAP). Unter anderem soll hier eine zentrale Zugriffsmöglichkeit auf die verpflichtenden ESEF-Jahresfinanzberichte aller kapitalmarktorientierten Unternehmen in der EU geschaffen werden. Zudem ist das neue Portal auch für die zentrale zukünftige Veröffentlichung von Nachhaltigkeitsdaten (ESG-Daten) vorgesehen.

Mit diesem EU-Portal wird die neue Strategie flankiert, Daten in strukturierter Form maschinenlesbar bereitzustellen und dies mit einer visuellen Darstellung der Daten zu verknüpfen (xHTML, inlineXBRL).

ESAP soll im Jahr 2024 unter Verantwortung der European Securities and Markets Authority (ESMA) in Betrieb gehen.

Quellen:

Committee of European Auditing Oversight Bodies – neue Empfehlungen zur Prüfung von ESEF-Berichten

Committee of European Auditing Oversight Bodies – neue Empfehlungen zur Prüfung von ESEF-Berichten

Das Committee of European Auditing Oversight Bodies hat am 09.11.2021 überarbeitete Vorgaben zur Prüfung von ESEF-Finanzberichten veröffentlicht.

Quelle: Committee of European Auditing Oversight Bodies, CEAOB guidelines on the auditors‘ involvement on financial statements in European Single Electronic Format (ESEF), 09.11.2021, https://ec.europa.eu/info/sites/default/files/business_economy_euro/banking_and_finance/documents/211109-ceaob-esef-guidelines-auditors_en.pdf

Technische Empfehlungen zu ESEF/inlineXBRL: Konvertierung von PDF-Dokumenten, Verwendung von CSS

Technische Empfehlungen zu ESEF/inlineXBRL: Konvertierung von PDF-Dokumenten, Verwendung von CSS

Basierend auf den Erfahrungen mit unnötigerweise längeren Dokument-Ladeszeiten von inlineXBRL/ESEF-Berichten hat eine Arbeitsgruppe von „XBRL International“ am 27.10.2021 folgende technische Empfehlungen herausgegeben:

    • Die Unternehmen sollten darauf achten, dass im Erzeugungsprozess der ESEF Jahresfinanzbericht, bzw. inlineXBRL/HTML-Dokumente, direkt erzeugt werden und NICHT bloß erzeugte PDF-Dokumente nach inlineXBRL/HTML konvertiert werden.
    • Behörden, bzw. die Stellen, die die Daten erheben, sollten erlauben, dass Schriftart-, Bild- und Stylesheet-Ressourcen als separate Dateien in ein Berichtspaket aufgenommen werden, anstatt diese in den HTML-Code einzubetten.
    • Software Hersteller sollten: a) die Konvertierung von PDF nach inlineXBRL/ESEF vermeiden oder zumindest optimieren, um eine exessive Anzahl von HTML Elementen zu vermeiden, b) external resources gegenüber embedded ressources bevorzugen, c) weiteren Empfehlungen zu content-visibility: auto CSS property folgen.

Quelle: XBRL International, Inline XBRL Rendering Performance 1.0, working group note 27 October 2021

EU – Maßnahmenpaket sustainable finance

EU – Maßnahmenpaket sustainable finance

Die Europäische Kommission hat am 21. April 2021 ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das dazu beitragen soll, den Geldfluss für nachhaltige Aktivitäten in der gesamten Europäischen Union zu verbessern.

    • EU Taxonomy Climate Delegated Act:
      Dieser zielt darauf ab, nachhaltige Investitionen zu unterstützen, indem definiert wird, welche Wirtschaftstätigkeiten am meisten zur Erreichung der Umweltziele der EU beitragen. [Anmerkung: Der Begriff Taxonomy wird hier NICHT im Sinne des Begriffs „XBRL-Taxonomie“ verwendet]
    • Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD, Entwurf) Ein Vorschlag für eine Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD). Dieser Vorschlag zielt darauf ab, den Fluss von Nachhaltigkeitsinformationen an Finanzunternehmen und Investoren zu verbessern  (vergleichbare und zuverlässige Nachhaltigkeitsinformationen)
    • Schließlich sollen sechs delegierte Änderungsgesetze über Treuhandpflichten, Anlage- und Versicherungsberatung sicherstellen, dass Finanzunternehmen, z.B. Berater, Vermögensverwalter oder Versicherer, Nachhaltigkeitsinformationen in ihre Verfahren und ihre Anlageberatung für Kunden einbeziehen.

Von besonderer Bedeutung ist, dass die Zielgruppe der von der Corporate Sustainability Reporting Directive betroffenen Unternehmen weit über die Europa an den Börsen gelisteten Unternehmen (etwa knapp 6000) hinausgeht und auch „größere“ Unternehmen – angeblich etwa 50.000 Unternehmen – betrifft (mehr Informationen).

Quelle: Europäische Kommission, Pressemitteilung „Sustainable Finance and EU Taxonomy: Commission takes further steps to channel money towards sustainable activities@, 21.04.2021, https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_21_1804

EU-Kommission: Richtlinienvorschlag zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen

EU-Kommission: Richtlinienvorschlag zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen

Die Kommission hat einen Vorschlag für eine Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) angenommen, die die bestehenden Berichtspflichten nach der „non-financial reporting directive“ ändern würde. Der Richtlinienvorschlag

    • erweitert den Anwendungsbereich auf alle großen Unternehmen (mehr als 500 Mitarbeiter) sowie alle Unternehmen, die an geregelten Märkten notiert sind (außer börsennotierte Kleinstunternehmen),
    • erfordert die Prüfung der gemeldeten Informationen,
    • führt detailliertere Berichtspflichten und eine Berichtspflicht nach den verbindlichen EU-Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung ein,
    • verlangt die Informationen in digitaler Form – „digital tagging“ – , damit sie maschinenlesbar sind. In der Richtlinie wird dabei explizit auf das eingeführte „digital tagging“ im Rahmen der Finanzberichtsdaten mit ESEF – European Single Electronic Format Bezug genommen (siehe Richtlinie aaO, Fußnote 15).

Nach diesem Vorschlag wird die zukünftige Nachhaltigkeitsberichterstattung auf der technologischen Grundlage von iXBRL/ESEF erfolgen (Richtlinienentwurf, siehe Randziffer 48 sowie Artikel 19d).

Die Veröffentlichung der Nachhaltigkeitsberichterstattung soll zentral über den neuen European Single Access Point (ESAP) erfolgen.

Quelle: EU-Kommission, Mitteilung Sustainable finance package, 21.04.2021, https://ec.europa.eu/info/publications/210421-sustainable-finance-communication_en; EU-Kommission, Richtlinienentwurf, 21.04.2021, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CELEX:52021PC0189&from=EN

DVFA-Stellungnahme zur Konsultation der EU-Kommission „European Single Access Point (ESAP)“ – 2021

DVFA-Stellungnahme zur Konsultation der EU-Kommission „European Single Access Point (ESAP)“ – 2021

Zur Konsultation der der EU-Kommission im Januar 2021 zur Errichtung eines „European single access point (ESAP) for financial and non-financial information publicly disclosed by companies“ hat die DVFA e.V. Stellung genommen. Die Kommission Unternehmensananlyse, der auch ich angehöre, hat dazu eingehend Stellung genommen.  Die Stellungnahmen der verschiedenen Stakeholder sind auf der Website der EU-Kommission  abrufbar.

Ausschnitt unserer Stellungnahme: 

Actually, it is relatively inefficient to use regulators` portals to gather information. Therefore financial analyzer are avoiding using such portals. In order to radically increase the transparency of capital market information, automation is one key – among others. This means that ESAP should provide appropriate interfaces to access ESAP by computer programs and to download the information automatically.


In addition, we recommend the EU commission to carefully investigate actual ESEF-obstacles. For example, „valid ESEF data“ is another key to increase capital market transparency in the EU. However today ESEF data usably are not NOT VALIDATED at the OEMs. Although this is technically possible. validation (for example XBRL-validation) is mandatory for filing XBRL reports at the US SEC, since it`s beginning . At this point, one key obstacle is that the ESEF mandate does NOT include a mandate for the OEM to validate ESEF data. In addition, the technical implementation could be simplified by setting up a „open source ESEF validation engine“, which OEM have to integrate in to their national platforms. This would guarantee valid data, using the same validation rules EU-wide. In addition, this would be cost efficient for OEMs.

DVFA Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur weiteren Umsetzung der Transparenzrichtlinie – Valide Daten als elementare Voraussetzung zur Analyse und Vergleichbarkeit von Jahresfinanzberichten im ESEF-Format

DVFA Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur weiteren Umsetzung der Transparenzrichtlinie – Valide Daten als elementare Voraussetzung zur Analyse und Vergleichbarkeit von Jahresfinanzberichten im ESEF-Format

Der Berufsverband der Investment Professional (DVFA e.V.) hat mit Datum 16.10.20109 zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur weiteren Umsetzung der Transparenzrichtlinie – Änderungsrichtlinie im Hinblick auf ein einheitliches elektronisches Format für Jahresfinanzberichte – Stellung genommen.

Die Ziele der EU-Richtlinie zur Verbesserung des Europäischen Kapitalmarktes sowie die zugehörige Automatisierung setzen valide Daten der Emittenten voraus; dies lässt sich ohne technisch sichergestellte Einhaltung von Einreichungs- und Validierungsregeln nicht erreichen!

Auszug aus der Stellungnahme der DVFA e.V., Kommission Unternehmensanalyse: „Wir schlagen daher vor im Rahmen des Gesetzes:  den Bundesanzeiger … zu ermächtigen, Vorschriften über die von den Emittenten einzuhaltenden „technischen Einreichungs- und Validierungsregeln“ zu erlassen.  § 328 HGB zu erweitern, wonach diese „technische Einreichungs- und Validierungsregeln“ im Rahmen der Offenlegung einzuhalten sind, sowie  dem Bundeszeiger in § 329 HGB das Recht und die Verpflichtung aufzuerlegen, die ESEF-Daten auf Einhaltung der Einreichungs- und Validierungsregeln zu prüfen und diese ggf. zurückzuweisen.“

DVFA e.V., Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz und des Bundesministeriums der Finanzen – Entwurf eines Gesetzes zur weiteren Umsetzung der Transparenz-richtlinie – Änderungsrichtlinie im Hinblick auf ein einheitliches elektronisches Format für Jahresfinanzberichte  vom 16.10.2019

Börsen-Zeitung: Strukturiertes und einheitliches Datenformat ab 2020 – IFRS-Konzernabschluss schon bald mit iXBRL – Digitale Transformation der Finanzberichterstattung mit Hindernissen

Börsen-Zeitung: Strukturiertes und einheitliches Datenformat ab 2020 – IFRS-Konzernabschluss schon bald mit iXBRL – Digitale Transformation der Finanzberichterstattung mit Hindernissen

Die digitale Transformation steht den traditionellen Prozessen, beginnend mit der Erstellung des Konzernabschlusses, der Prüfung, der Publikation bis hin zur Nutzung durch die Investment Professionals bevor. Sicher, es gibt Konzernabschlüsse im PDF-Format zum Download, in Tabellenkalkulationen aufbereitete Bilanzen für Investoren, kostenpflichtige Datenbanken für Investment Professionals doch durchgängige, effiziente Prozessketten sehen anders aus. Volkswirtschaftlich ist das ineffizient. Die Transparenz von Finanzinformationen und ihre effiziente Nutzbarkeit ist eine zentrale Voraussetzung, um alle Emittenten von Wertpapieren gleichberechtigt und kostengünstig mit Kapital zu versorgen. Zu den betroffenen etwa 7 500 Unternehmen in Europa zählen auch Small- und Mid-Cap-Unternehmen, deren Daten in den einschlägigen Datenbanken eher weniger umfassend und weniger aktuell enthalten sind.“

Die gewünschten volkswirtschaftlichen Effekte werden sich nur insoweit einstellen, als dass die digitale Transformation die Datennutzer, die Investment Professionals und Investoren tatsächlich erreicht. Zudem muss die Versorgung mit Finanzinformationen, die anschlieÞende Informationsanalyse und Nutzung der Daten, eine Eigendynamik bekommen, die daraus resultiert, dass die einzelnen Transformationseffekte der Beteiligten sich gegenseitig verstärken.

Welche Erfolgsfaktoren dabei wesentlich sind, lesen Sie in meinem Beitrag in der Börsen-Zeitung:

Quelle: Kesselmeyer, Strukturiertes und einheitliches Datenformat ab 2020 – IFRS-Konzernabschluss schon bald mit iXBRL – Digitale Transformation der Finanzberichterstattung mit Hindernissen, Börsen-Zeitung Nr. 110, 10. Juni 2017, Sonderbeilage, Seite B6

U.S. Securities and Exchange Commission verschiebt XBRL-IFRS Reporting von Foreign Private Issuers

U.S. Securities and Exchange Commission verschiebt XBRL-IFRS Reporting von Foreign Private Issuers

Mit Schreiben vom 8. April 2011 hat die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) auf die Anfrage des Center for Audit Quality vom 29. März 2011 geantwortet.

Die U.S. SEC hat bislang keine Taxonomie angeben, die foreign private issuers, die nach den IFRS bilanzieren, für ihre IFRS-Filings ab dem 30. Juni 2011 nutzen müssten. In dem No-Action Letter bestätigt die U.S. SEC explizit, dass diese Unternehmen nicht verpflichtet sind, XBRL-Daten einzureichen und auf den Webseiten der Unternehmen zu veröffentlichen. Dies gilt solange, als dass die U.S. SEC die dazu verwendbare XBRL-Taxonomie nicht bekannt gibt.
Die U.S. SEC verweist für die Entscheidungsgründe auf das Schreiben des Center of Audit Quality:
•    großer Umfang der notwendigen unternehmensspezifischen Anpassungen
•    fehlende Praxisorientierung, fehlende Branchenerweiterungen bei der IFRS Taxonomy 2011
•    absehbare sehr hohe Anzahl an nötigen unternehmensspezifischen Anpassungen der Taxonomie im zweiten Jahr („detailed tagging“).

Die IFRS Foundation hat mit gleichem Datum wie das Antwort-Schreiben der U.S. SEC, am 8. April 2011, mitgeteilt, dass die IFRS Taxonomie nun um common practice elements erweitert werden soll.

Kommentierung:
Die IFRS Taxonomy 2006 war die letzte Taxonomie, die common practice Elemente beinhaltete, da diese auf Musterabschlüssen der großen Prüfungsgesellschaften aufsetzte. Die anschließende nahezu ausschließliche Ausrichtung am Bound Volume führt zu zahlreichen praktischen Problemen, sowohl bei den Erstellern wie auch den möglichen Nutzern der IFRS-Taxonomie. Die aktuelle Strategieänderung der IFRS Foundation ist sehr zu begrüßen. Abzuwarten bleibt der Umfang der tatsächlichen Einbeziehung der „common practice“.

Quellen:
Cross/Kroeker (U.S. SEC), Response of the Division of Corporate Finance – Response of the Office of the Chief Accountant, letter dated April 8 2011
Fornelli (Center of Audit Quality), Release No. 33-9002 Interactive Data to Improve Financial Reporting, letter dated March 29 2011
IFRS Foundation,  IFRS Foundation to enhance IFRS Taxonomy to reflect common reporting practice, April 8 2011

CESR: Möglicher Zeitplan für das XBRL-IFRS reporting in Europa – Konsultation

CESR: Möglicher Zeitplan für das XBRL-IFRS reporting in Europa – Konsultation

Im Consultation Paper (CESR/10-719c, July 2010) erhebt das Committee of European Securities Regulators (CESR) den Meinungsstand über einen europaweiten Zugriff auf die Finanzdaten von börsennotierten Unternehmen. Es geht dabei um eine Vernetzung der nationalen OAMs (officially appointed mechanisms for the central storage of regulated information), die in Deutschland vom Unternehmensregister wahrgenommen wird, bzw. um die Errichtung einer einzigen europäischen OAM als zentraler Zugang zu den Finanzdaten.

Zu diesem Zweck könnte XBRL verwendet werden. CESR hatte bereits Ende 2009 einen Call for Evidence veröffentlicht. Dessen Ergebnisse werden im vorliegenden Consultation Document zusammengefasst.

CESR teilt nun im vorliegenden Consultation Paper mit, dass es beabsichtigt eine Kosten-Nutzen-Analyse zu erheben und dabei den Übergang auf eine verpflichtende XBRL-Filings zu untersuchen. Dieser Übergang auf XBRL würde mit einer Vorbereitungsphase von 3 Jahren beginnen und mit einem Voluntary Filing Program von zwei Jahren abschließen. Gegenstand der Filings ist die laufende IFRS-Finanzberichterstattung nach der Transparenzrichtlinie. CESR beabsichtigt im Jahr 2011 dazu ein weiteres Consultation Paper zu veröffentlichen.

Der Verband XBRL Europe wird zum vorliegenden Consultation Paper wieder eine Stellungnahme einreichen. Die Stellungnahme wird beim nächsten XBRL Europe Day am 22. September 2010 in Paris durch die IFRS Arbeitsgruppe des Verbandes XBRL Europe finalisiert. Mitglieder des XBRL Deutschland e.V. können an der Veranstaltung teilnehmen.

Quelle: Committee of European Securities Regulators, Consultation Paper – Development of Pan-European Access to Financial Information Disclosed by Listed Companies, CESR/10-719c, July 2010

Hintergrund:
Der Autor, Bodo Kesselmeyer, leitet die IFRS Arbeitsgruppe des Verbandes XBRL Europe. Ziel ist die Nutzung von XBRL für die europaweite IFRS-Berichterstattung zu fördern. Die Europäische Besonderheit liegt in den zusätzlichen nationalen Regeln (z.B. in Deutschland: HGB, AktG, WpHG etc) zur Berichterstattung börsennotierter Unternehmen, die über den Inhalt der IAS/IFRS hinausgehen. Die XBRL Technologie könnte sogar eine weitgehende Vergleichbarkeit dieser Informationen ermöglichen. Allerdings hängt dies davon ab, wie die nationalen Erweiterungen der IFRS-Taxonomie technologisch und inhaltlich gestaltet werden. Über diesen Harmonisierungsbedarf informieren wir zur Zeit die EU-Kommission, CESR und die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) etwa mittels Stellungnahmen und aber auch Teilnahme an den Sitzungen der relevanten Arbeitsgruppen.